MUTMACHER IM AUFTAKT-SPIEL FÜR DIE WWK VOLLEYS MÜNCHEN.

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GELUNGENES DEBÜT.

Was als ungleiches Duell mit klarem Favoriten angekündigt war, entwickelte sich im BMW Park gestern Abend zu einem echten Schlagabtausch auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der VfB Friedrichshafen zwar mit 1:3 durch (22:25, 25:23, 22:25, 16:25), aber die WWK Volleys haben den Giganten phasenweise ordentlich ins Wanken gebracht. Dieses Bundesliga-Debüt vor über 2.300 Fans war eine echte Ansage an die Konkurrenz, wenn auch „nur“ ein Satzgewinn und kein Tabellenpunkt am Ende für die Green Heroes zu Buche stand.

Headcoach Tomasz Wasilkowski setze für die Partie auf Oli Wachtel im Zuspiel und Stijn van Schie im Diagonalangriff. Als Mittelblocker wählte er Basti Korreck und Alex Zhbankov, im Außenangriff ließ er Laurenz Welsch und Jannes Wiesner antreten. Moritz Eckardt unterstützte die Abwehr und Annahme als Libero.

Die Münchner Truppe erwischte vor der beeindruckenden Kulisse des BMW Parks direkt einen guten Start, punktete dreimal im Block und Jannes Wiesner butterte zwei Asse übers Netz. Nach der 6:2-Führung konnten die Green Heroes den Vorsprung halten und ließen den VfB nicht aufholen (9:5). Die Gäste waren jedoch auch ins Spiel gekommen und verkürzten den Abstand, konnten zum 14:14 ausgleichen. Somit gerieten die Gastgeber mit dem 14:15 zum ersten Mal in der Saison ins Hintertreffen. Aus dem größer gewordenen Rückstand (19:23) konnten sich die WWK Volleys zwar noch einmal in Reichweite kämpfen, unter anderem durch ein erneutes Ass von Jannes zum 22:24, danach machte der VfB den Satz jedoch zu.

Satz zwei begann ausgeglichen, wenn auch erneut direkt zwei Asse hintereinander folgten, dieses Mal von Alex Zhbankov, so stand schnell der Ausgleich von sechs Punkten auf beiden Seiten. Die WWK Volleys konnten sich zwar stets knapp in Führung setzen, aber in der Crunchtime waren beide Teams mit 18 Punkten wieder gleich auf. Nun jedoch vermochte sich das Team um Kapitän Stijn van Schie mit zwei wichtigen Punkten in Führung zu bringen. Friedrichshafen-Trainer Adam Swaczyna reagierte zwar unmittelbar mit einer Auszeit, doch die Gastgeber sicherten sich auch den heiß umkämpften Punkt 21. Jetzt stand der ganze BMW Park, um die Münchner Richtung Satzgewinn zu peitschen. Sie blieben vorne, mit 24:21 wähnten sich Team und Fans schon in Sicherheit, bangte man dann jedoch arg, als die Gäste zweimal in Folge punkteten. Aber schließlich verwandelten die WWK Volleys den Satzball, brandender Jubel bei Team und Fans.

Nun gingen beide Teams also je mit einem Satzgewinn in den dritten Satz, der sich zu Beginn ebenfalls auf Augenhöhe zeigte. Ein ums andere Mal punktete hier Laurenz Welsch, der die Gastgeber mit knallenden Pipes in die Knie zwang, 7:6 nun der Spielstand. Auch jetzt konnten sich die WWK Volleys München absetzen, punkteten zum 10:7, zum 11:8, zum 16:12. Adam Swaczyna holte das VfB-Team erneut zu sich. Diese Auszeit zeigte Wirkung, die Häfler konnten ihren Rückstand auf 19:17 verkürzen, es folgte der Ausgleich zum 19:19. Erneut standen sich beide Teams zu Beginn der Crunchtime also auf gleich auf gegenüber, wieder begannen die Münchner und Häfler Fans zu bibbern. Aus dem 20:22-Rückstand kämpften sich die Green Heroes wieder heran, es stand 23 beide, Ausgang des Satzes für beide Mannschaften offen. Aber nein, halt, Challenge: War der Ball, den das Schiedsgericht für die Münchner gewertet hatte, nicht doch innerhalb des Feldes? Siehe da, er war es. Challenge erfolgreich und somit der neue Spielstand von 22:24, der sich schnell in ein 22:25 für die Gäste wandelte.

Der vierte Satz schließlich lief für alle Münchner Fans nun leider gegen die Erwartungen, gerieten die Gastgeber doch schnell in einen Rückstand. Tomasz Wasilkowski zog zwar alle Register, so die Auszeit beim 1:4 und 6:12, vollzog Wechsel um Wechsel – Moritz Gärtner für Oli Wachtel im Zuspiel, Janik Sambale für Laurenz Welsch auf außen, Joshi Huber für Basti Korreck im Mittelblock, Mika Takano für Moritz Eckardt auf der Libero-Position und Marko Milovanovic für Stijn van Schie auf diagonal – aber es nützte nichts, die Luft war raus. Die Aufschläge der Gastgeber brachten die Annahme zunehmend in Bedrängnis, der Häfler Block schien ein ums andere Mal unüberwindbar, während der 23-jährige Germán Gómez den Münchner Block umschiffte. Somit stand am Ende des vierten Satzes ein deutliches 16:25 auf der Anzeigetafel.

MVP der Partie wurde mit 22 erzielten Punkten die Friedrichshafener Nummer 6, der gerade angesprochene Germán Gómez, der ein überragendes Spiel zeigte. Auf Münchner Seite war der ebenfalls 23-jährige Jannes Wiesner mit 16 Punkten Topscorer, gefolgt von Laurenz Welsch, der – passend zu seiner Trikotnummer – 12 Punkte erzielte.

Zeit zum Wundenlecken bleibt keine: Bereits übermorgen wartet der nächste Härtetest, dieses Mal auswärts. Am Samstagabend um 19:30 Uhr fordern die WWK Volleys die SWD powervolleys Düren heraus.

Autor: Alexandra Feit

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