Gegen Rottenburg sollen Punkte aufs Konto, da ist man sich in den Reihen der WWK Volleys München einig. „Für Rottenburg stehen wir jetzt schon mehr unter Druck, das ist uns bewusst“, stellt Zuspieler Moritz Gärtner klar. Das Ziel ist aber, diesen Druck in Energie umzuwandeln und von Beginn an befreit aufzuspielen.
Das Münchner Team brennt darauf, zu zeigen, was in ihnen steckt. Die nächste Chance dazu bietet sich am morgigen Samstag beim TV Rottenburg, der erste Aufschlag erfolgt um 19:00 Uhr.
Der TV Rottenburg ist nach sechs Jahren Abwesenheit wieder in der 1. Bundesliga zurück, für jeden echten Volleyballfan ein vertrautes Gesicht. Nachdem die Baden-Württemberger sich in den Wirren der Corona-Pandemie aus der 1. Bundesliga zurückziehen mussten, hatte man in Rottenburg nun lange auf dieses Revival, diese Saison hingearbeitet. Seit dem Wiederaufstieg 2008 war der TVR über ein Jahrzehnt hinweg fester Bestandteil der 1. Bundesliga gewesen, und lieferte sich schon damals packende Duelle mit den Münchner Vorgänger-Teams aus Haching sowie später mit Herrsching.
Für ihr Comeback hatten die Rottenburger dann kurzfristig noch umdisponieren müssen, denn Stammzuspieler Milan Kvržić fällt verletzungsbedingt erst einmal aus, zudem warteten zu Saisonbeginn auch keine einfachen Gegner – exakt dieselben Brocken wie auf die WWK Volleys. Auch die Baden-Württemberger unterlagen sowohl Düren als auch Ludwigsburg mit 0:3. Das morgige Spiel bringt also einiges an Spannung mit sich, beide Teams wollen dieses Mal ordentlich punkten.
Bei dem stressigen Terminplan der ersten zwei Wochen für die Münchner Truppe sicher kein Leichtes. Erst am Mittwochabend die kräftezehrende Niederlage im Heimspiel gegen Ludwigsburg, nun schon die nächste Reise. Wenn diese auch nur etwa 250 km lang ist, es ist einfach kaum Zeit, mal den Fuß vom Gas zu nehmen, nein, es ist dauerhaft Power gefragt. Umso entschlossener wollen sich die WWK Volleys für den Aufwand belohnen. „Wir wissen, was wir können“, unterstreicht Moritz Gärtner. „Wir trainieren viel besser, wie wir spielen. Jetzt gilt es, das dann auch aufs Feld zu bringen.“
Wer die WWK Volleys aus der Ferne anfeuern und von der Couch aus mitfiebern möchte, kann die Partie live beim Streaming-Anbieter Dyn verfolgen.