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GCDW knapp am Derby-Dreier vorbei

UP_8L8A9842_b_web Tim Peter (links, 15) und Mart van Werkhoven (10) punkten zweistellig, können den Hachinger Jubel nicht verhindern.

Die WWK Volleys spielen am Donnerstag in der Nikolaushalle groß auf und stehen kurz vor einer faustdicken Überraschung. Trotz zwei Matchbällen heißt es am Ende 2:3 (25:23, 25:22, 25:27, 18:25, 11:15) gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching - nur ein Zähler statt möglicher drei Derby-Punkte.

"Ich bin schon ein wenig enttäuscht", gibt Herrschings Trainer Max Hauser nach dem Aufeinandertreffen mit der Tiroler-oberbayerischen Kombination zu. "Es hätten drei Punkte sein können. Wir haben Matchball, schlagen gut auf - können den entscheidenden Zähler aber nicht machen." Stattdessen springen die favorisierten Alpenvolleys von der Schippe und drehen das Match vor 800 Zuschauern um.

Gleich von Beginn an ist der GeilsteClubderWelt hellwach, macht die ersten Punkte und setzt die Gäste dadurch unter Druck. Die ersten Zähler feiert Trainer Max Hauser ausgelassen, der dadurch das Publikum mitnimmt. Herrsching bleibt am Drücker, auch wenn Hachings Paolo Costa da Silva - nach stolzen 28 Punkten als Gold-MVP ausgezeichnet - die WWK Volleys mit einem Aufschlag-Kracher in Rückstand bringt. Die Jungs in Lederhosen lassen sich durch das 16:17 nicht abschrecken, kontern ihrerseits in Form von starken Aufschlägen von Johannes Tille (19:17), einem Block zum 22:21 sowie einem Gewalt-Schlag von Tim Peter (insgesamt 15 Punkte) zum 24:22 - die Vorentscheidung. Eine Netzberührung der Hachinger bedeutet das 25:23 nach 26 Minuten.

Der Satzgewinn gibt Sicherheit und beflügelt die WWK Volleys derart, dass ihnen in Umlauf zwei fast alles gelingt - während bei den Alpenvolleys immer weniger zusammengeht. Ein technischer Fehler bringt dem GCDW das 20:15, Hachings Trainer Stefan Chrtiansky wendet sich ab. GCDW-Zuspieler Johannes Tille dagegen macht einen Luftsprung als Punkt Nummer 24 unter Dach und Fach ist. Nach dem 25:22 geht es mit einer 2:0-Satzführung in die Kabinen. Nach der Pause fängt sich der Favorit zwar, aber den GeilstenClubderWelt lässt auch ein 17:20 kalt. Ein Ass von Tim Peter (22:21) ist das Signal zum vermeintlich finalen Kraftakt. Jori Mantha, erneut GCDW-MVP, kommt in der Schlussphase zweimal durch, beim Stand vom 24:23 bedeutet das: Matchball! Den ersten wehrt Haching ab, Mantha (insgesamt 10 Punkte) lobt den zweiten herbei: 25:24 - wieder kontern die Gäste und der GCDW muss nach einem Block den dritten Satz mit 25:27 durchwinken.

Der vierte Durchgang geht an die Alpenvolleys, der GeilsteClubderWelt kann sich nicht entgegenstemmen. Libero Ferdi hatte das Unheil bereits früh kommen sehen: Zu Beginn des Satzes rüttelt er lautstark seine Kameraden auf - vergeblich. Aus einem 8:11 wird ein 12:20 auch die Körpersprache lässt kein Comeback erwarten: Tiebreak! 

Nur in den ersten Ballwechseln kann der Satzausgleich vergessen gemacht werden. Spätestens nach dem 4:6 neigt sich das Derby-Pendel stetig mehr in Richtung Innsbruck. Nach dem 11:15 und 128 intensiven Derbyminuten schleichen die GCDW-Spieler letztlich mit gesenkten Köpfen vom Feld. Der eine Punkt fühlt sich nach der starken Leistung der ersten drei Sätze als zu wenig an, Coach Max Hauser nimmt´s am Ende sportlich: "Auch bei eigenem Matchball kann man jederzeit noch verlieren - so ist der Sport. Vielleicht fehlt uns noch ein wenig das Selbstvertrauen, um gegen starke Gegner zurückzukommen."

 

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