Manchmal Taube, manchmal Denkmal

Manchmal Taube, manchmal Denkmal

Der GCDW Herrsching muss in Rüsselsheim einen Rückschlag hinnehmen. 1:3 unterliegen die Herrsching beim direkten Konkurrenten und müssen somit Platz zwei abgeben. Ein spannendes Spiel endet in Satz vier kurz vor dem rettenden Tie-Break in dem Herrsching unfassbare drei Satzbälle vergibt.

„Ich musste mich erstmal finden. Das war gestern eine Geschichte, wie sie nur der Volleyball schreibt - eigentlich eine tolle Geschichte, doch diesmal mit uns als Leidtragende“, das die Worte von Herrschings Trainer Max Hauser am Sonntagvormittag. Dem Macher und Übungsleiter vom GeilstenClubderWelt macht die Niederlage am Vorabend dennoch noch ein wenig fassungslos - zu knapp war es am Ende und zu ärgerlich das Abgeben von Tabellenplatz zwei.

Bereits im voraus war klar, dass sich die Herrschinger ganz schön strecken müssen, wenn sie gegen die formstarke TG Rüsselsheim etwas erreichen wollen. Neun Siege in Folge hatten die Hessen im Gepäck und dieses Selbstbewusstsein trugen die Gastgeber auch mit in die Partie gegen Herrsching. Doch der GCDW kann mithalten im ersten Satz, kämpft sich immer wieder ran - dennoch Satz eins geht mit 23:25 an die TG Rüsselsheim.

Im zweiten Satz zeigten die Herrschinger dann noch etwas mehr, lagen zwischenzeitlich sogar mit ein oder zwei Punkten in Führung - leider gelingt der Truppe von Max Hauser nicht der Satzausgleich, sondern sie müssen auch diesen mit 23:25 an die Rüsselsheimer abgeben.

Ohne Zehn-Minuten-Pause ging es dann direkt in den dritten Satz. Herrsching jetzt voll entschlossen und mit dem unbedingten Willen, den sie schon so oft in der Saison gezeigt hatten. Getrieben von dieser Entschlossenheit bekommen sie das Spiel in den Griff und holen sich den Satz klar mit 25:17. Gegen Ende des dritten Satzes hatte sich zudem Rüsselsheims Zuspieler verletzt, nachdem er am Netz unglücklich landete und sich stark am Fuß verletzte. Er musste raus und so ging Rüsselsheim ohne etatmäßigen Zuspieler in den vierten Satz.

Herrsching weiter auf Zug führt auch im vierten Satz fast durchgängig. Die rund 250 Zuschauer in der Halle tobten, standen, gaben alles - so aufregend war es, ob den Gastgebern nun der zehnte Sieg in Folge oder den Gästen noch der Tie-Break gelingt. 24:20 dann der Spielstand und alles zeigt in Richtung entscheidender fünfter Satz. Es folgen Minuten, die für den GCDW nicht bitterer sein konnten - fünf direkte Blocks in Folge. Die TG Rüsselsheim dreht den Satz und gewinnt noch mit 26:24. Der Satz vorbei, das Spiel aus und frustrierte Gesichter beim TSV Herrsching.

„Was soll man dazu sagen, tolle Geschichte - aber manchmal ist man eben Taube und manchmal Denkmal“, versucht Max Hauser den Abend zusammenzufassen.

Nicht nur vom Spielverlauf her ein bitter Niederlage für die Herrschinger, sondern auch, da durch den Dreier für Rüsselsheim nun Platz zwei in der Tabelle verloren geht. Panik kommt beim GCDW trotzdem nicht auf. Drei Spiele sind noch zu spielen und gewinnt man die beiden Heimspiele gegen Kempfenhausen und Stuttgart, so ist zumindest der dritte Platz gesichert. Glücklicherweise hat nämlich der GSVE Delitzsch auch federn lassen - in einer ebenso spannenden Partie verlieren sie in Freiburg nach dem Tie-Breack mit 3:2. Jetzt heißt es für den GeilstenClubderWelt erstmal sammeln, aufrappeln und dann geht´s am 04.04. in eigener Halle wieder weiter.

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