Ein Spiel, drei Sieger

Ein Spiel, drei Sieger

Wenn es im Volleyball eins nicht gibt, dann sind es Unentschieden. Einer gewinnt am Ende immer. Doch dass es an einem Abend keinen Verlierer gibt, dass gibt es nur dann, wenn zwei ganz besondere Vereine aufeinandertreffen und für ein echtes Volleyballerlebnis sorgen, das allen, die dabei waren, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Eigentlich ist es falsch einen Nachbericht über das Auswärtsspiel des GCDW in Leipzig zu schreiben - denn Worte können das, was am vergangenen Samstag alles passiert ist gar nicht beschreiben und alle, die die Möglichkeit hatte es auch zu erleben, werde es wohl lange nicht vergessen.

Rein sportlich war es das Aufeinandertreffen zweier Top-Teams in der zweiten Bundesliga Süd. Der bereits feststehende Meister gegen den womöglich einzigen Aufsteiger - Leipzig gegen Herrsching. Und diesem Topspiel wurden beide Team mehr als gerecht. Von Beginn an eine unglaubliche Partie mit fantastischen Ballwechseln, Rettungsaktionen und einer vollen Halle in Leipzig. Die rund 800 Zuschauer sahen zu Beginn, dass der GeilsteClubderWelt aus Herrsching die Nase ein wenig vorne hatte und sich unbedingt den Sieg holen wollte, gegen die beste Mannschaft der zweiten Liga. 27:25 und 25:21 gingen die ersten beiden Sätze an den GCDW.

Im dritten Satz sah es dann tatsächlich danach aus, als würde den Herrschingern ein glatter 3:0 Erfolg gelingen. Hatten sie beim Stand von 24:21 die ersten Matchbälle in diesem Spiel. Die Leipziger, bis dato ungeschlagen in eigener Halle, hielten aber dagegen und schafften die Wende zum 25:27 Satzgewinn. Von einem Kippen des Spiels konnte man aber wirklich nicht sprechen, denn auch in Satz vier bewegten sich beide Mannschaften auf absoluter Augenhöhe und die Spannung sprang bis in jede einzelne Fingerspitze jedes einzelnen Zuschauers. 21:15 das Ergebnis im vierten Satz - das hieß TieBreak und noch mehr Nervenkitzel.

Hier zeigten die Leipziger, dass sie dann eben doch den Hauch besser sind und in der gesamten Saison waren. Nutzen ihre Chancen und machen besonders in der Annahme keine Fehler. 15:12 gewinnen sie den TieBreak und krönen ihre Meisterschaftssaison mit einem Sieg im letzten Spiel.

Wenn man ehrlich ist, dann war die wahre Attraktion allerdings nicht nur das Spiel selbst, sondern das was im Anschluss passierte. Zwei Teams die sich gegenseitig beglückwünschen, beklatschen und feiern. Erst die noble Geste der L.E Volleys, dass sie eigens für den GCDW eine Glastrophäe anfertigen haben lassen, mit der sie den Herrschingern ihren persönlichen Respekt für die Erfolgsgeschichte am Ammersee aussprechen wollten und den Preise für „Beste Practise“ verliehen - dann das Leipziger Publikum, das bei einer Applausabstimmung unter stehenden Ovationen und kräftigem Lärm den Herrschinger drei Bierkästen zusprach, um den sportlichen Aufstieg zu feiern.

Anstatt Wimpeltausch gab es dann den Tausch von Bierkultur, denn die Herrschinger ließen es sich natürlich nicht nehmen, den hervorragenden Meister aus Leipzig mit einem Kasten bayerischen Bier zu beschenken und nach übergebenem Meisterpokal ein lautstarkes HUMBA für die Volleys anzustimmen.

Herrsching Trainer Max Hauser brachte es dann am Mikrofon noch einmal auf den Punkt: „Leipzig ist supergeil, Herrsching ist supergeil, Volleyball ist supergeil!“. Und so endet eine Saison mit einem Spiel, bei dem es keinen Verlierer gibt. Sondern drei Sieger - den Meister L.E. Volleys, den Aufsteiger GCDW und den Sport Volleyball.

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