Grandiose 35 Minuten bleiben unbelohnt - GCDW gegen Meister Berlin ohne Satzgewinn

Grandiose 35 Minuten bleiben unbelohnt - GCDW gegen Meister Berlin ohne Satzgewinn

Es ist das erhoffte Spektakel in der Nikolaushalle. Am Samstag spielt das Team von Max Hauser vor 1000 Zuschauern einen Satz lang grandios mit. Doch Meister Berlin ist erwartungsgemäß stärker. Der GCDW unterliegt nach 80 Minuten mit 0:3 (34:36, 17:25, 16:25), Hauser lobt seine Volleyballer.

Was sich im ersten Satz in der GCDW-Arena abspielt, ist Werbung für die VBL. Der Aufsteiger aus Herrsching hat keine Scheu vor dem Meister, den Berlin Recycling Volleys, und spielt von Beginn an mutig mit. 5:1 führt der GeilsteClubderWelt schnell. Ein perfekter Start, der die Zuschauer in der ausverkauften Halle in seinen Bann zieht. Berlin gleicht zwar aus, aber Herrsching lässt sich nicht abschütteln. Im Gegenteil: Bis in die Schlussphase hinein führt der GCDW knapp mit 20:18. Und genau in dieser entscheidenden Phase zeigt Berlin sein ganzes Können, doch der GCDW zieht sich mit hoch. Die Nikolaushalle ist elektrisiert vor Spannung.

Jedes Team will unbedingt diesen ersten Satz gewinnen. Herrsching erspielt sich den ersten Satzball beim Stand von 24:23, drei weitere sollten folgen. Allesamt können sie nicht genutzt werden. Kampfgeist herrscht auf beiden Seiten: Fußabwehr, Hechtrolle, Block, Ass, krachende Angriffe - alles ist zu sehen. Letztlich bleibt der GCDW im Berliner Block hängen und kann sich nicht belohnen. Der Satz ist nach 35 packenden Minuten mit 34:36 futsch. GCDW-Trainer Max Hauser ist trotzdem begeistert: "Allen haben einen super ersten Satz gesehen. Wir haben mutig angegriffen und gut aufgeschlagen. Da muss ich mein Team wirklich loben - und das tue ich selten."

In Durchgang zwei startete der GCDW wieder mit einer Führung (10:8), konnte dieses hohe Niveau aber nicht halten. Berlin wird in der Annahme stabiler, der Block des Meisters steht nun. Hauser gibt zu: "Wir haben dann mehr Fehler gemacht, insbesondere im Aufschlag. Und Berlin kam immer besser ins Spiel." Nicht ohne Grund sind die BR Volleys zuletzt dreimal in Folge deutscher Meister geworden, sie spielten nun ihre Klasse aus. Bereits bei der zweiten technischen Auszeit steht es 14:16, wenig später ist der Satz mit 17:25 vorbei.

Nach der Pause kommt der GCDW dynamischer aus der Kabine als die Gäste. Beide Teams hatten gewechselt, beim GeilstenClubderWelt kam in der Mitte Thomas Ranner für Michael Wehl. "Ich wollte sehen, in welchen Spiel-Situationen die beiden ihre Stärken haben", erklärt Hauser. Das 8:5 kann der Aufsteiger nicht halten, 16:25 heißt es nach 23 Minuten in Durchgang drei.

Berlins Trainer Mark Lebedew ist nach dem Spiel zufrieden, schließlich sollten seine Mannen möglichst wenig Kraft am Ammersee lassen. Der Blick geht voraus auf das wichtige Spiel in der Champions-League in Ljubljana, wo es um das Weiterkommen geht. Ein Lob gibt es zum Abschluss: "Hier herrscht eine tolle Atmosphäre. Ich wünsche allen viel Erfolg und eine gute Weiterentwicklung."

Sein Gegenüber Max Hauser hat die Wünsche gerne entgegengenommen, aber auch er ist bereits auf das nächste Spiel fokussiert. Daher appelliert er an die Fans: "Am kommenden Freitag gegen Coburg wird ein ganz wichtiges Spiel. Bitte kommt alle wieder und macht erneut eine solche Stimmung. Wenn wir so gut spielen wie heute, dann gewinnen wir." Ein Erfolg gegen die VSG wäre enorm wichtig im Kampf um Platz acht, der in den Pre-Play-Offs Heimvorteil bringt. Schließlich hat Mitteldeutschland heute mit 3:2 in Bühl gewonnen. Das Rennen um den achten Rang ist daher ganz eng geworden: Herrsching liegt mit 13 Punkten jetzt nur noch einen Zähler vor Mitteldeutschland und Coburg (beide 12).

 

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