Ein weinendes und ein lachendes Auge

Ein weinendes und ein lachendes Auge

München – ein spannendes Wochenende ist vorüber. An ihrem Doppelspieltag in Gera und Dresden hatten die GCDW-Mädels die einmalige Chance sich als Tabellenerster in der 3. Liga abzusetzen. Leider erfüllte sich das Team von Bastian Henning diesen Traum nur halb. In einem hochklassigen und von sehr guten Momenten geprägten spiel gegen Gera machten die Münchnerinnen der ersten und richtigen Schritt. Der 3:1-Sieg für die Gäste war Grund zu feiern und für ein positives und selbstbewusstes Auftreten am Sonntag gegen Dresden. Leider ging am Sonntag die Rechnung nicht ganz so auf wie erhofft. Mit einem 3:1 mussten sich die Gäste aus Bayern unglücklich geschlagen geben und landeten damit auf Tabellenplatz zwei nach vier Spielen.

Bei allerschönstem Herbstwetter bereiteten sich die GCDW-Mädels in Gera auf die Partie am Abend vor. Videoanalyse und Teambesprechung im Konferenzraum standen auf der Tagesordnung, anstelle eines herbstlichen Ausflugs in die Natur. Trotz alledem oder genau deswegen starteten die Mädels um Außenangreiferin Carolin Lauche hoch konzentriert und fixiert auf das Geraer Team in die Spielvorbereitung in der Panndorfhalle. Hennings Team fand nicht direkt gut ins Spiel. Mit einigen Problemen im Spielaufbau kämpfend lag das Münchner Team von Beginn an einige Punkte zurück, erkämpfte sich aber mit stabilen Aktionen und druckvollen Aufschlägen den Ausgleich, im Verlauf die Führung und somit den Satzgewinn im ersten Durchlauf mit 25:13. Carolin Lauche präsentierte sich sehr stark in den ersten Sätzen. Der gegnerische Block, wie auch die Abwehr bemühten sich vergeblich GCDW’s Außenangreiferin in den Griff zu bekommen. Den frenetischen Fangesängen der Geraer Fans trotzend kämpften die Münchnerinnen um jeden Punkt, gaben keinen Ball verloren und überzeugten mit großartigen Aktionen. Der „Joker“ Tanja Koch - nach ihrer Knieverletzung in der letzten Saison ins Team zurückgekehrt - zeigte ihre Stärken in Annahme und Feldabwehr und bewies ihre Wichtigkeit im Team. Doch auch die Geraer machten ihren Job und bewiesen Stärke, wie erwartet. Satz zwei verlief knapp, packend und kampfbetont. Der Satzball zugunsten der Gastgeber konnte abgewehrt und mit einer gelungenen Blockaktion und einem Leger zum eigenen Satzgewinn (26:24) verwandelt werden. Satz drei begann wiederum hart umkämpft, mit vielen tollen Ballwechseln. Der GVC wollte sich keineswegs geschlagen geben und drehte noch einmal richtig auf. Mit einer 10:2 Führung setzte sich das Heimteam getragen von den Fangesängen der Zuschauer in diesem Satz. Doch die GCDW-Mädels gaben sich nicht geschlagen, zeigten ihre Stärken in der Feldabwehr und erkämpften sich damit den Ausgleich in Durchgang drei. Eine Aufschlagserie von Martyna Wyszomierska brachte den umjubelten 25:16 Satzsieg für das Geraer Team. Den entscheidenden vierten Satz wollten sich die Gäste aus Bayern auf keinen Fall nehmen lassen. Mit druckvollen Aufschlägen dominierten sie diesen Satz und beendeten ihn mit 25:17. Bastian Henning lobte das Geraer Team, die Stimmung in der Halle und die absolut angenehme Atmosphäre und gab zu: „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Es hat sich ein starkes Geraer Team präsentiert!“

Glücklich vom Sieg gegen Gera ging es für die Münchnerinnen am Sonntag direkt weiter gegen Dresden. Höchst motiviert und mit dem Willen einen weiteren Sieg nach Hause zu fahren wollten die Mädels in das Spiel starten. Doch die Rechnung ging ganz und gar nicht auf. Dem zwar regelkonformen, aber unsportlichen Sichtblock des Dresdner Teams war kein Kraut gewachsen. So wurde das Gastteam direkt zu Beginn mit Aufschlägen überrumpelt, verfiel in einen unaufholbaren 1:7 Rückstand und verlor den ersten durchlauf mit 13:25. Der erste Satz zeigte nicht das GCDW-Team, das Trainer Bastian Henning kannte. Eine hitzige Atmosphäre bestimmte das Spiel, bald fielen die ersten Karten. In Satz zwei fingen sich die Gäste aus München, zeigten gute Aktionen am Netz und im Spielaufbau, konnten jedoch kleine Schwächephasen und Unkonzentriertheit nicht abstellen. Damit gefährdeten sie immer wieder die eigene Führung, konnten letzten Endes Satz zwei aber mit 25:20 für sich beenden. Sichtlich erschöpft vom kräftezehrenden Spiel am Vortag ging es in Satz drei. Dieser Satz war von Kampfgeist und spektakulären Aktionen auf beiden Seiten geprägt, kein Ball wurde verloren gegeben. Am Ende fehlte den Münchnerinnen das Quäntchen Glück für den Satzgewinn. Mit einem unglücklichen 23:25 musste sich das Team um Mittelblockerin Siglinde Herrmann geschlagen geben. Der letzte Durchgang verlief wiederum nicht zu Gunsten der Gäste aus München. Die „Luft war raus“, die Kräfte fehlten – kleine Schwächephasen besonders im Block kosteten dem GCDW-Team den vierten Satz, sowie das gesamte Spiel. Ein unglückliches, enttäuschtes und sanktionenreicheres Team machte sich auf die Rückreise ins schöne Bayern.

Für den GCDW spielten: Göksu Bulut (Z), Franziska Fenzke (Z), Simone Carstensen (D/MB), Siglinde Herrmann (MB), Tine Rau (MB), Caro Tiegel (MB), Caro Lauche (AA), Tanja Koch (AA), Carmen Nieto (AA), Nadine Raß (L), Rebecca Seifert (D)

Am 01. November empfangen die GCDW-Mädels den SV Lohhof II in eigener Halle und kämpfen um den nächsten Heimsieg in der GCDW-Arena München!
01.11.2014  -  19:00 Uhr  -  GCDW vs. Lohhof   -  Friedenspromenade 64

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