Der längere Atem

Der längere Atem

München – Das Duell der Nachbarn am gestrigen Samstag glich einem wahren Krimi und war keineswegs weniger spannend als angepriesen. Das Ergebnis des zweiten Satzes spiegelt die Ausgeglichenheit der beiden Teams deutlich wieder und demonstriert pure Spannung: Der Endstand von 34:32 legt dar, was sowohl Lohhof als auch der GCDW in fünf Sätzen geleistet haben. Denkbar knapp gewannen die Münchnerinnen den zweiten Satz im Derby gegen den SV Lohhof und entschieden letztendlich auch das Spiel mit 3:2 Sätzen für sich. Die Münchner halten, was sie versprechen: Spannung, Kampfgeist und Siege.

Es mag wohl kaum einen Zuschauer gegeben haben, den das Spiel nicht fesselte. Beide Teams lieferten sich minutenlange Ballwechsel, spektakuläre Abwehraktionen und unerbittlichen Kampfgeist. Der Endstand von 3:2 Sätzen unterstreicht Hennings Vorahnung von Teams mit gleicher Spielweise und Philosophie. „Wir haben uns gegenseitig mit den eigenen Waffen geschlagen“, so der Trainer Bastian Henning. In den ersten beiden Sätzen präsentierte sich ein willensstarkes und konsequentes Münchner Team. Mit druckvollen Aufschlägen und schnellen Pässen erschwerten sie den Gästen die Gegenwehr. Doch die wehrten sich in Satz drei und vier. Nach der wohltuenden zehnminütigen Pause zwischen dem zweiten und dem dritten Satz mit einer Show- und Tanzeinlage SALSA & BACHATA von „SON-A-DOS Munich“.

Manch einer mag behaupten die Pause hätte den GCDW-Mädels den 3:0 Sieg, den direkten Durchmarsch gekostet. Doch Henning lies nach dem Spiel verlauten: „Möglicherweise wäre das Spiel ohne die Unterbrechung anders verlaufen, doch ich bereue unsere Entscheidung keineswegs! Wir wollen den Zuschauern ein komplettes Programm bieten und die Tanzshow war meines Erachtens ein Schritt in die richtige Richtung.“ Die Münchner wollen demnach auch zukünftig ihren Fans in der „Halbzeit“ kleine Schmankerl präsentieren und den Eventcharakter ausbauen und erhalten.

Nach der Pause wiederholte sich der Fight des vorherigen Durchlaufs, doch das Team von Claudia Mürle erstarkte mehr und mehr. Der Spielaufbau wurde zunehmend stabiler, nahezu jeder Pass schien spielbar – eine große Aufgabe für den gegnerischen Blockspieler. Eben das zeichnete sich schnell ab, das Team aus Lohhof setzte sich mehr und mehr im Angriff durch und wehrte im Gegenzug die Angriffe der GCDW-Mädels mit Erfolg ab. Mit 25:23 Punkten retteten sich die Gäste vor einem endgültigen 3:0.

Die Erschöpfung in Hennings Team war zu spüren. Das durchaus emotionale Spiel kostete alle Kraft und Nerven. So dominierte Lohhof im vierten Durchgang deutlich das Spiel, behielt immer die Oberhand und lies den GCDW lediglich reagieren, doch nicht agieren. Mit 25:19 Punkten holten sich die erstarkten Gegnerinnen den zweiten Satz der Partie und verlängerten zum entscheidenden fünften Satz.

Trainer Bastian Henning schickte sein Team mit den bekannten Worten: „Dieses Spiel gewinnen wir!“ in den Entscheidungssatz. Getragen von den Fans und der zurück gekehrten Kraft überrollten die Münchnerinnen ihre Gegner regelrecht. Nun waren die Lohhofer am Ende ihrer Kräfte und ließen bis zum 14:5 mit sich spielen. Kurzer Kampfgeist loderte auf, erlosch aber mit einem Endstand von 15:7 aus Münchner Sicht. Enttäuschte Gesichter prägten auf gegnerischer Seite das Bild.

Sowohl Trainer Bastian Henning als auch Claudia Mürle lobten das Spiel als ein spannendes, gutes und sehenswertes Spiel und ehrten Lohhofs Außenangreiferin Laura Gentner und GCDW Diagonalangreiferin Rebecca Seifert mit den MVP Präsenten für ihre konstanten und herausragenden Leistungen. Auch Jens Stadler, Geschäftsführer der Chiemgau Thermen Bad Endorf und Hauptsponsor des Münchner Volleyballs, überzeugte sich erstmals von der Spielstärke der GCDW-Mädels und war sichtlich begeistert.

Am kommenden Sonntag werden die Mädels erneut ihr Bestes geben die Fans zu begeistern und von ihrem Können zu überzeugen. Denn bereits nachmittags um 15:00 Uhr werden sie in heimischer Halle den TV Altdorf empfangen.

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