Rabenschwarzer Tag für die GCDW-Mädels

Rabenschwarzer Tag für die GCDW-Mädels

München - Mit großen Zielen reisten die GCDW-Mädels am vergangenen Samstag nach Nürnberg zum absoluten Spitzenspiel. Tabellenerster gegen Tabellenzweiter, noch dazu das Derby der beiden einzigen Bundesligaanwärter, diese beiden Titulierungen ließen ein vor Spannung platzendes Spiel erwarten. Doch es kam alles anders - anders als je zuvor. Die GCDW-Damen kassierten auf Nürnberger Boden eine deutliche 3:0 Packung. Chancenlos standen sie einer deutlich besseren Mannschaft gegenüber. Wie der Punktestand (25: 18, 25:19, 25:15) verrät, gab es für die Münchnerinnen kaum einen Lichtblick an diesem rabenschwarzen Samstag.

Nach einer dreiwöchigen Spielpause ging es für die GCDW-Damen direkt mit dem absoluten Spitzenspiel gegen den VfL Nürnberg wieder ins Rennen. Top vorbereitet und absolut auf das Spiel fokussiert wollte man sein. Doch die Voraussetzungen waren beim Spiel der Spiele andere als geplant. Außenangreiferin Carolin Lauche hatte die komplette Woche mit einer Grippe zu kämpfen gehabt und ging schwer angeschlagen in die Partie gegen die Mittelfränkinnen. Damit fehlte die Dynamik und Power einer der wichtigsten Spielerinnen der Gäste und dem Team das Vertrauen in das eigene Können. „Unsere einzige Chance nicht ganz so blamabel aus diesem Spiel zu gehen, wäre eine kämpferische Mannschaftsleistung gewesen!“, so Trainer Bastian Henning. Doch dieser geforderte Kampfgeist blieb in großen Teilen aus. 

In nahezu allen Elementen standen die Münchnerinnen ihren Gegnern an Leistung nach. Die Mannschaft von Trainer Raddatz schien seine Hausaufgaben gemacht zu haben: „Die Nürnberger haben unser Spiel im Vorfeld sehr gut analysiert, unser Spiel gelesen und in gewisser Weise unsere Spielart übernommen! Sie haben uns mit unseren eigenen Waffen geschlagen!“, lobt Trainer Henning die Gastgeberinnen. Mit druckvollen Aufschlägen brachten sie die Annahme der Münchnerinnen nur allzu oft ins Wanken. Das Block-Abwehr-Stellungsspiel war hervorragend und genauso, wie man es normalerweise von den GCDW-Mädels kennt. Doch davon war keine Spur im doch so wichtigen Spiel. Auch im Angriff hatten die Oberbayerinnen schwer zu kämpfen, kaum ein Ball konnte direkt verwandelt werden - es fehlte der Druck und der unbedingte Wille.

Wie ausgetauscht sei seine Mannschaft in diesem Spiel gewesen, spricht der nahezu sprachlose GCDW-Trainer nach der Partie. Seine Mädels schienen nicht ganz bei der Sache - wenn es denn auch um Alles ging. Von Nervosität war nicht die Sprache. Das Team hatte in den vergangenen Wochen gut trainiert, sich top vorbereitet, doch scheinbar hatte der Fokus gefehlt. Der sichtlich enttäuschte Bastian Henning räumt ein: „Die Nürnberger waren bärenstark, keine Frage! Aber so schlecht verkaufen hätten wir uns nicht müssen!“.

Diese niederschmetternde Niederlage gilt es nun abzuhaken und nach vorne zu sehen. Denn die kommenden Wochen werden kein Zuckerschlecken sein. Fünf wichtige Partien stehen noch bevor. Der erste Gegner heißt TV Altdorf und muss nächsten Samstag bestritten werden. Bis dahin soll die Mannschaft das Vertrauen in das eigene Können, den gewohnten Kampfgeist und Siegeswillen zurück gewinnen. Die „Return“ Taste zu drücken wäre traumhaft schön, doch stattdessen werden die GCDW-Damen die „Re-Start“ Taste betätigen müssen und mit vollem Einsatz um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfen müssen.

 

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