Die Lüneburger LKH-Arena bleibt in dieser Saison eine bisher uneinnehmbare Festung. Das bekamen am Samstag die WWK Volleys Herrsching zu spüren.

 

Mit 1:3 (25:22, 22:25, 19:25, 14:25) unterlagen die Ammerseer beim Spitzenreiter. „Zu viele Fehler im Angriff“, lautete das erste Fazit von Trainer Bob Ranner. Auch habe man es nicht geschafft, im eigenen Block die richtigen Anpassungen vorzunehmen.

Dennoch gehen die Herrschinger nicht gänzlich unzufrieden aus der ersten Englischen Woche. „Wenn man gegen Lüneburg einen Satz gewinnt, hat man auch etwas richtig gemacht“, versuchte Ranner etwas Positives mitzunehmen. Aus den vorangegangenen acht Partien in Liga und Pokal gingen die LüneHünen achtmal als 3:0-Sieger vom Feld.

 

Dass dies diesmal nicht der Fall sein würde, war bereits nach knapp einer halben Stunde klar. Da führten die Herrschinger nämlich mit 1:0 nach Sätzen. Einen großen Anteil daran hatte Simon Gallas. Dem Diagonalangreifer gelangen sieben Angriffs- und zwei Blockpunkte. Lüneburg war in der Annahme und im Angriff noch nicht so präsent. Doch das änderte sich in der Folge.

Der zweite Durchgang ging an die Hausherren. Aber auch, weil Herrsching nicht an die gute Leistung von Durchgang eins anknüpfen konnte. Zu fehleranfällig war das Herrschinger Spiel. In der Crunchtime war es dann ausgerecht Daniel Gruvaeus, der keine Gnade mit seinem ehemaligen Team hatte.

Im dritten Umlauf durften die mitgereisten GCDW-Fans lange Zeit auf den zweiten Satzgewinn hoffen, doch die Gastgeber hatten in der Crunchtime noch etwas mehr im Tank. Vor allem gegen die Rückraumangriffe war an diesem Abend kein Kraut gewachsen. Dann ging den Herrschingern auch noch die Annahme flöten. Im vierten Durchgang rannten die Lederhosen-Träger früh der Musik hinterher. Selbst die beiden sehr emotionalen Ansprachen von Coach Ranner an sein Team brachten keine Wende mehr.

So endete das Spiel nach 103 Minuten, wie es begann: Mit einem Aufschlagfehler von Jannik Sambale.