Die Europareise der WWK Volleys Herrsching ist vorbei. Zwar gewannen die Lederhosenträger das reguläre Spiel gegen den estnischen Meister Bigbank Tartu mit 3:0 (25:17, 25:22, 30:28) und egalisierten damit die 1:3-Hinspielniederlage.
Im Golden Set aber waren die Gäste schließlich das glücklichere Team. 12:15 hieß es schließlich. „Martti Jukhami hat einfach den Unterschied gemacht“, sagte Cheftrainer Bob Ranner. Nach der kurzen Winterpause zeigten sich die Ammerseer gut erholt. Coach Bob Ranner schickte folgende Startformation ins Rennen: Tobias Hosch (Zuspiel), Simon Gallas (Diagonalangriff), Bastian Korreck, Gustavo Oscar Bryan Àvila (Mittelblock), Keisuke Matsuo (Libero) und Jannik Sambale und Laurenz Welsch (Annahme/Außen). Auch schön: Im Golden Set gab Denis Kaliberda sein Kurz-Comeback.
Die Hausherren traten vom ersten Ballwechsel an auf das Gaspedal. Schnell führten die Herrschinger mit 5:2, später mit 10:7. Diesen kleinen, aber feinen Vorsprung brachten die Herrschinger locker ins Ziel. In der Crunchtime war es Laurenz Welsch, der mit mal hart (22:17), mal zart (24:17) punktete. Ein Angriffsfehler von Stefan Kaibald bescherte den Satzgewinn.
Im zweiten Durchgang waren die Esten dann zunächst deutlich wacher und konnten das Spiel ausgeglichener gestalten (6:6, 11:11). Zwei wilde Punkte von Simon Gallas und ein Servicewinner von Gustavo Oscar Bryan Àvila und es hieß 15:12 für Herrsching. Basti Korreck machte schließlich den Satzgewinn perfekt (25:22).
So richtig wild wurde es dann im dritten Satz. Wieder spielten es die Hausherren von vorne (10:6, 14:10), doch die Gäste wurden besser. Kurz vor der Ziellinie fingen die Lederhosenträger an zu struggeln. Beim Stande von 22:24 sahen sich die Hausherren zwei Satzbällen gegenüber, aber die Joker (Moritz Gärtner im Aufschlag, Niklas Uhl im Block) stachen. Am Ende war es Simon Gallas der den estnischen Marktplatz fand (30:28). Das Spiel war gewonnen, doch es ging weiter.
Im Race-to-15 waren es zunächst wieder die Herrschinger, die den besseren Start erwischten (3:0), Tartu glich aus (3:3). Als Mittelblocker Basti Korreck den Ball aus kurzer Distanz ins estnische Feld donnerte (9:6), frohlockten die Fans im BMW Park. Doch dann schritt Martti Juhkami an die Aufschlaglinie. Der 37-Jährige brachte sei Team mit zwei Assen wieder ins Spiel zurück. Es blieb spannend (10:10, 12:12). Herrschings Aufschlagjoker Denis Kaliberda setzte den Aufschlag ins Aus, Kaibald besorgte den Matchball. Ein Angriffsfehler von Laurenz Welsch besiegelte schließlich nach 102 Minuten die bittere Pleite, die auf dem Paier gar keine ist (12:15).
Trotz des Ausscheidens zeigte sich Ranner nicht enttäuscht. „Die Mannschaft hat nach dem Berlin-Spiel die richtige Reaktion gezeigt. Wir haben sehr viel umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt heißt es die Form konservieren, oder besser: steigern. Denn am Samstag, 20 Uhr, empfangen die Herrschinger den VfB Friedrichshafen zum Südderby im BMW Park. Tickets für das Spiel gibt es online unter: https://www.geilsterclubderwelt.de/tickets/tagestickets
An der Abendkasse dann zwei Euro teurer. Daher bitten wir alle Fans, ihre Karten vorher online zu bestellen.