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GCDW ohne Marks machtlos - Uniteds im Halbfinale

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Die Reise des GCDW ist für diese Saison zu Ende. Am Sonntag verliert das Team von Trainer Max Hauser klar mit 0:3 (16:25, 20:25, 15:25) bei den United Volleys Rhein-Main und muss damit den Hessen den Vortritt lassen. Ohne Topscorer Christoph Marks, der kurzfristig wegen Rückenbeschwerden passen muss, ist der GeilsteClubderWelt letztlich machtlos. Hauser: "Das war leider ein deutliches 0:3. Wir konnten es nicht verkraften, dass uns der Diagonalspieler abhanden gekommen ist."

Eigentlich war das Entscheidungsspiel im Playoff-Viertelfinale schon vorbei, bevor es überhaupt begonnen hatte. Die Hiobsbotschaft: Christoph Marks, Topscorer des GDCW und der gesamten VBL-Hauptrunde, konnte in der Fraport Arena nicht mitmachen. Nicolai Grabmüller musste wie zuletzt beim Ausfall von Tom Strohbach als Marks-Ersatz aushelfen. Der österreichische National-Mittelblocker schlug sich auf ungewohnter Position wacker, doch an die Werte eines Christoph Marks reichte er selbstverständlich nicht heran.

Trotz dieser Schwächung versuchten die Volleyballer in Lederhosen das Unmögliche doch möglich zu machen. Satz eins war zu Beginn ausgeglichen (6:8), bis zur zweiten technischen Auszeit hatte sich bereits eine Fünf-Punkte-Lücke (11:16) aufgetan, die nicht mehr geschlossen werden konnte. Mit Aufschlag und Annahme war Coach Max Hauser recht zufrieden, mit dem Angriff konnte er es nicht sein: "Da waren wir zu schwach, nicht effektiv genug, um eine Chance zu haben." Die Statistik lügt nicht: Nur 33 Prozent der Angriffe verwertete Herrsching, die Uniteds kamen auf 56 Prozent. In der Schlussphase des ersten Umlaufs traten die Gastgeber nochmals aufs Gaspedal: Tobias Krick verwertete eine verunglückte Strohbach-Annahme direkt (16:24) und den folgenden Angriff bekam der GCDW-Block nicht unter Kontrolle.

Zu Beginn von Durchgang zwei schien es in dieser Gangart weiterzugehen. Als das 0:2 auf der Anzeigetafel leuchtete, munterte Ferdi Tille seine Kameraden auf. Wie immer ging der GCDW-Libero mit vorbildlicher kämpferischer Einstellung voran und riss sein Team dadurch mit. Zumindest hält der GeilsteClubderWelt nun dagegen und kann zweimal kontern: Nach einer guten Aufschlagserie von Kapitän Michal Sládecek steht es 9:10, nach einem artistischen Schlag von Andre Brown 13:14. Wieder starten die Uniteds eine Serie, die nun Zuspieler Martin Krüger stoppen soll. Der zweite Regisseur ist der einzige Auswechselspieler, den Coach Max Hauser noch bringen kann. Die erste Aktion über Andre Brown zum 14:19 ist gleich erfolgreich, der GeilsteClubderWelt bleibt dran. Tom Strohbach die Linie entlang (16:21), Wilhelm Nilsson nach guter Sicherungsarbeit (18:21) und der kraftvolle Schlag von Nicolai Grabmüller zum 19:22 halten die Hoffnung am Leben. Doch Tobias Krick kontert trocken über die Mitte (19:23), ein sehr starker Krüger-Aufschlag kann nicht vergoldet (20:24) werden, weil die Blocksicherung nicht rechtzeitig da ist. Robert Aciobanitei, später als MVP gekürt, serviert schließlich ein Ass zum 20:25 und zerstört damit den Traum von einem Satzgewinn.

Nach der Halbzeitpause geht es dann schnell: Zwar führt der GCDW mit 1:0, weil Jose Gomes den Uniteds-Block anschlägt, aber es sollte die letzte Führung an diesem Nachmittag vor rund 1.300 Zuschauern bleiben. Auch wenn die aus Herrsching mitgereisten Fans lautstark Stimmung machten, ihre Mannschaft konnte nichts mehr zusetzen. Schnell steht es 2:6, Max Hauser muss eine frühe Auszeit nehmen, der GCDW fängt sich, aber nur kurz. Michal Sládecek im Block alleine für das 7:9 verantwortlich - doch als ein Weckruf fungiert diese spektakuläre Aktion nur für die Gastgeber, die fortan ihre Kreise ziehen. Jose Gomes schlägt nach 69 Spielminuten den letzten Ball ins Aus - für Herrsching das Ende der Serie und damit das Ende der Saison.

Ein wenig schade ist es schon, dass ausgerechnet im Entscheidungsspiel von Frankfurt nicht mehr drin war, der Favorit nicht in Bedrängnis gebracht werden konnte. Die Schwächung nach den Ausfällen von Tim Peter und nun also Christoph Marks war zu heftig, um das Halbfinale zu erreichen. "Das ist auch unserem kleinen Etat geschuldet", sagt Max Hauser, der diese Grenz-Situationen mit seinem "kleinen, aber feinen Kader" (Hauser) in Kauf nimmt. "Aber bitter ist es natürlich schon, dass es uns ausgerechnet am letzten Spieltag erwischt hat."

Mit ein wenig Abstand betrachtet, ist dem GCDW allerdings eine grandiose Saison gelungen: Platz sechs bei verbesserter Punktausbeute, Pokal-Halbfinale, bis auf Friedrichshafen jeden Liga-Rivalen mindestens einmal besiegt, im Playoff ins Entscheidungsspiel gekommen. Trotzdem überwog im ersten Augenblick die Enttäuschung. "Dass wir heute enttäuscht sind, zeigt aber auch, dass wir viel geschafft haben in dieser Saison", meinte Trainer Max Hauser hinterher. Ähnlich sah es wohl auch Libero Ferdi Tille, der sich die letzte MVP-Plakette abholen durfte. Zunächst mit nachdenklicher Miene vor die Sponsorentafel getreten, hellte sich sein Blick mehr und mehr auf. Für das Foto reichte zu einem Lächeln, das nicht gespielt war. Dieses Lächeln dürfte stellvertretend für die Fans, Spieler und Verantwortlichen stehen, wenn sie zurückblicken auf eine ereignisreiche und erfolgreiche Saison.

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