Mit den Fingerspitzen an der Sensation

Mit den Fingerspitzen an der Sensation

Beim Pokalachtelfinalspiel zwischen dem GCDW Herrsching und der VSG Coburg/Grub setzt sich am Ende doch noch der Ersligist mit 2:3 durch. Dennoch wäre es gestern Abend beinahe zur Sensation gekommen, denn Herrsching lag zur Halbzeit bereits 2:0 in Führung. Coburg trifft im Viertelfinale nun auf die Recycling Volleys Berlin.

 

Es war ein wahres Volleyballfest, das sich am Donnerstagabend in der GCDW Arena abspielte. Gut 600 Zuschauer hatten sich zum Achtelfinale am Ammersee eingefunden und mit ihren Klatschpappen wurde die Herrschinger Halle zum brodelnden Hexenkessel.

Getragen von dieser Atmosphäre legte der GeilsteClubderWelt gleich auf phänomenale Art und Weise los. Denn nach kleinen Anfangsschwierigkeiten lief es in Satz Eins und Zwei noch besser als erträumt und die Herrschinger können beide Sätze mit 25:23 und 25:22 für sich entscheiden.

Mit ein wenig fassungslosen Gesichtern gingen die Coburger in die Kabine - wer hätte damit gerechnet, dass der Zweitligist aus Herrsching tatsächlich 2:0 in Führung geht. Doch so überrascht die Franken in den ersten zwei Sätzen waren, so souverän absolvierten sie den dritten Satz. Herrsching hielt zwar mit allem dagegen was sie aufbringen konnten, doch der 2:1 Anschluss nach einem 16:25 Satzgewinn war für die Volleyballer vom Ammersee nicht zu verhindern.

Höchste Spannung und Aufregung gab es dann im vierten Satz. Schnell schien auch dieser entschieden zu sein, denn Coburg führte bereits mit sechs Punkten. Wie aus dem nichts bäumte sich der GCDW aber noch einmal auf und schafften den Ausgleich. Alles war wieder offen - doch der ein oder andere Fehler zu viel, insbesondere in der Annahme, sorgten für einen weiteren Satzverlust von Herrsching mit 24:26.

Es ging also in den TieBreak - und hier roch es noch einmal kurzzeitig gewaltig nach Sensation, denn Herrsching führte mit zwei Punkten Vorsprung. Dann allerdings zeigte sich, dass es doch noch einen merklichen Unterschied zwischen dem Zweit- und dem Erstligisten gibt - Coburg machte enorm druckvolle Aufschläge, machte die Punkte und gewinnt somit den TieBreak mit 12:15 den Satz und das Spiel perfekt.

Für die Herrschinger Truppe gab es nach Spielende dennoch stehende Ovationen, denn was die Fans an diesem Abend geboten kamen, war ein regelrechtes Volleyballfeuerwerk. Und Herrsching konnte zeigen, dass sie durchaus mit einem Erstligisten auf Augenhöhe spielen können.

"Das war ein klasse Match von beiden Teams und am Ende haben wir gewonnen - wenn es andersrum ausgegangen wäre, wäre es genauso gerecht gewesen", so der Coburger Trainer Milan Maric nach dem Viertelfinaleinzug. Gegen Berlin wollen die Coburger jetzt einfach nur ein schönes Spiel abliefern, denn ihnen sei durchaus bewusst, dass Berlin der Topfavorit sei.

Am Ammersee nimmt man die Niederlage hingegen sehr gelassen. "Wir waren im Achtelfinale - das war schon ein Highlight - dann noch so ein geiles Spiel zu zeigen ist natürlich der Hammer", so Spielertrainer Max Hauser. Und auch bei Außenspieler Julius Höfer hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: "Klar wäre es wahnsinnig toll gewesen weiterzukommen - vor allem weil wir so nah dran waren - aber es hat richtig Spaß gemacht, es war ein hammer Spiel und darauf sind wir zu allererst einmal sehr stolz."

Für die Herrschinger liegt jetzt der Fokus wieder voll und ganz auf dem Ligaalltag, denn der geht bereits am Samstag beim Heimspiel gegen die TuS Durmersheim schon wieder weiter.

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