Schriftgröße: +

Pokal-Reise zum Weltreisenden

UP_8L8A1111_b_web Wollen am Bodensee jubeln und in das Viertelfinale: Nicholas West (l.) und Kapitän Lukas Bauer

Wenig Zeit für Regeneration hat der GeilsteClubderWelt nicht: Nach dem Auftritt in Berlin folgt am Samstag (20 Uhr, Bildungszentrum Salem) das Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten TSV Mimmenhausen. Größer könnten die Unterschiede nicht sein: Hier der Volleyball-Tempel, im Spiel gegen die WWK Volleys Herrsching mit 4.381 Zuschauern sehr gut gefüllt, dort das Bildungszentrum Salem - eine kompakte Halle, vergleichbar mit der in Herrsching. Trotzdem will Herrschings Trainer Max Hauser sein Team "sehr fokussiert" sehen.

Schließlich stellte Hauser bereits nach dem Heimspielerfolg gegen den VCO Berlin klar: "Das Ziel im Pokal ist immer das Finale." Die Aussage ist verständlich, denn der GeilsteClubderWelt steigerte sich in jeder Pokalsaison: Achtelfinale, Viertelfinale und zuletzt zweimal Halbfinale lauten die Ergebnisse der Jungs vom Ammersee. Im vergangenen Jahr schnupperte das Hauser-Team am Finale. Ein 1:3 in Bühl stand letztlich dagegen.

Nun also Mimmenhausen: Der Zweitligaaufsteiger hat sich schnell im Unterhaus zurecht gefunden, zuletzt gelangen drei Siege in Serie. Die jüngsten 3:2-Erfolge bei der Reserve der Alpen Volleys Unterhaching und im Baden-Derby gegen Karlsruhe beweisen Nervenstärke. Auch im Pokal läuft es beim TSV. Nach Siegen gegen Karlsruhe und Fellbach darf man sich Süddeutscher Pokalsieger nennen - und steht im Achtelfinale des DVV-Pokals. Die Erfolgsgeschichte ist eng verbunden mit dem Namen Christian Pampel. Der 212-fache Nationalspieler tritt beim TSV als Spielertrainer auf und beherrscht diese Rolle außergewöhnlich gut. Kein Wunder: Mit Stationen in Italien, Griechenland und Katar hat der 39-Jährige wohl alles gesehen, was sein Sport zu bieten hat. Der Weltreisende in Sachen Volleyball ist seit 2016 im Stadtteil von Salem tätig und damit unweit seiner früheren Wirkungsstätte Friedrichshafen gelandet. Aus der Zeit beim VfB resultieren vier Meisterschaften und Pokalsiege, der Titel als Volleyballer des Jahres (2003) sowie die Olympiateilnahme 2008 in Peking. Man darf davon ausgehen, dass Christian Pampel seine Mannen perfekt auf die Begegnung mit dem GCDW vorbereitet.

Nach einem Tag der Regeneration richtet auch der GeilsteClubderWelt den Blick gen Bodensee. "Es wird ein schwieriges Spiel", prophezeit Coach Max Hauser. "Aber wir wollen natürlich weiterkommen." Dann könnte es beim entsprechendem Losglück im Viertelfinale endlich wieder ein Pokalspiel in der Nikolaushalle geben. Bekanntlich darf der GCDW nur bis zum Viertelfinale in seiner angestammten Arena antreten. Die Regelung kostete in der Saison 2016/17 das Heimrecht im Halbfinale gegen Berlin. Somit datiert das letzte Pokalheimspiel vom 11. November 2014 (0:3 gegen Berlin) - es wäre also wieder an der Zeit. Doch zunächst heißt die Hürde Mimmenhausen.

Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter für weitere Informationen.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen